Kinderhospizarbeit sichtbar machen – Verantwortung gemeinsam tragen
Jährlich steht am 10. Februar, dem bundesweiten Kinderhospiztag, die Lebensrealität von lebensverkürzend erkrankten Kindern, ihren Geschwistern und Familien im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Ziel ist es, Kinderhospizarbeit sichtbar zu machen – dort, wo Stadtgesellschaft lebt: im öffentlichen Raum, im Miteinander, im Austausch.
Kinderhospizarbeit findet oft im Stillen statt. Familien erleben Ausnahmesituationen, die für
Außenstehende kaum vorstellbar sind. Umso wichtiger ist es, diese Themen nicht an den Rand zu drängen, sondern ihnen Raum zu geben. Sichtbarkeit bedeutet Anerkennung, Enttabuisierung und die klare Botschaft: Diese Familien gehören dazu – und sie brauchen eine solidarische Stadtgesellschaft.
Die Aktionen am Kinderhospiztag verbinden jeweils Information, Begegnung und Beteiligung. Unterstützt durch Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, setzen wir ein starkes Zeichen: Kinderhospizarbeit ist kein Randthema, sondern eine gemeinsame Aufgabe.
„Kinderhospizarbeit braucht Öffentlichkeit, damit Unterstützung möglich wird“, betont Cornelia Grötsch, Koordinatorin im Bereich ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst des Hospiz-Team Nürnberg. „Wenn wir darüber sprechen, wenn wir hinschauen und sichtbar werden, entsteht Verständnis – und aus Verständnis wächst Solidarität.“
Gerade für die Stadtgesellschaft spielt Kinder- und Jugendhospizarbeit eine zentrale Rolle: Sie steht für Mitmenschlichkeit, Zusammenhalt und die Frage, wie eine Stadt mit den Schwächsten umgeht. Die stete Präsenz der Stadtspitze unterstreicht, dass es dabei nicht nur um punktuelle Unterstützung geht, sondern um eine klare Haltung: Familien in extremen Lebenslagen sollen sich getragen fühlen – durch Strukturen, Angebote und eine offene, zugewandte Stadtgesellschaft.
Infos und Kontakt: Ingrid Kästlen, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit im Hospiz-Team Nürnberg e.V.
Mail an kaestlen@hospiz-team.de, Handy 0177 307 6896
